Erster Klimaflüchtling, der deshalb um Asyl ansuchte, zurück Auf Kiribati

Vier Jahre hatte Ioane Teitiota um seinen Status als erster Umweltflüchtling gekämpft. Seine Heimatinsel Kiribati droht aufgrund des steigenden Meeresspiegelanstiegs zu versinken. In Neuseeland hatte er ein neues Zuhause gesucht. Die örtlichen Behörden erkannten sein Gesuch als Umweltflüchtling allerdings nicht an. 


Vorige Woche wurde sein letzte Berufung abgewiesen. Seit Dienstag letzte Woche war außerdem seine Aufenthaltserlaubnis abgelaufen und seitdem befand er sich im Mount Eden Gefängnis. Am heutigen Mittwochmorgen wurde er abgeschoben. Seine Frau und 3 in Neuseeland geborenen Kinder sollen nächste Woche folgen. 

0 Kommentare

KlimaflüchtLing vor neuem Verfahren

(c) Thomas Kunath
(c) Thomas Kunath

Der gewährte Flüchtlingsstatus für eine Familie aus Tuvalu hat die Hoffnung wieder neu geweckt. Der Familie wurde u.a. aufgrund der veränderten Umweltbedingungen auf der Insel, die droht vom Meer verschluckt zu werden, Asyl gewährt.

Nun zieht Ioane Teitiotas aus Kiribati erneut vor Gericht - mit dem Ziel Asyl zu bekommem und damit der erste Umweltflüchtling weltweit zu werden.


Seit 2011, als sein Visa auslief, kämpft Iona Teitiotas um einen legalen Status in Neuseeland. Zurück nach Kiribati kann er nicht - das Meer, das aufgrund der globalen Erderwärmung stetig ansteigt, zerstört kontinuierlich seine Lebensgrundlage. Ein Leben ist damit nicht mehr gesichert. Sein Haus steht bereits unter Wasser.

Kiribati gehört mit Tuvalu und den Marshall-Inseln zu den vom Meeresspiegelanstieg bedrohtesten Gebieten der Erde (mehr Infos hier). Der Fall der Tuvalu-Familie, der im Sommer 2014 Asyl gewährt wurde, gab deshalb neue Hoffnung, wenngleich deren Gründe mannigfaltiger waren und Mutter sowie Schwestern des Vaters bereits in Neuseeland lebten (mehr Infos hier).

Die Chancen für Ioane Teitiotas stehen damit wesentlich schlechter. Sein Antrag wurde 2013 noch von den Immigationsbehörden Neuseelands und dem Immigrations- und Sicherheitstribunal abgelehnt. Die anstehenden Verhandlungen vor dem Obersten Gerichtshof und damit der letzten Berufungsinstanz Neuseelands sind seine letzte Chance. Und gleichzeitig Ausdruck einer Hoffnung, dass die aktuellen Entwicklungen die Richter nachdenken lassen.

mehr lesen 0 Kommentare