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Schicksale des Klimawandels

von Mathias Braschler und Monika Fischer (Fotoband mit Statements)

 

Diese Weltreise ist anders. Von Februar bis Oktober 2009 reisten Mathias Braschler und Monika Fischer um den Erdball um all jene Regionen zu besuchen, die zukünftig anders aussehen oder sogar nicht mehr bestehen werden. Die Frage, ob es den Klimawandel überhaupt gibt, erstickt in Anbetracht der authentischen Geschichten, die auf jeder einzelnen Seite erzählt werden. Von Bangladesch bis Kanada, von China bis Italien, im Tschad oder auf Australien, überall zeigen sich die Folgen der globalen Erderwärmung immer deutlicher. Da wird deutlich, was es bedeutet, wenn das Wasser salziger wird, Sturzfluten sich häufen und der Erdboden sprichwörtlich unter den Füßen wegschmilzt. Und es kommen auch jene zu Wort, die zu den reichen Industrienationen gehören. Für jene bedeutet es einen tiefen Einschnitt, dass der Golfplatz plötzlich kleiner werden muss, weil man sie aufgrund von langen Dürren einfach nicht mehr bewässern kann.

Der Klimawandel ist keine Zukunftsvision. Er ist unsere Gegenwart und Vergangenheit. Und es liegt am Menschen selbst, ob er bereit ist, sich den Herausforderungen zu stellen. Auch wenn er noch in der glücklichen Lage ist, kaum etwas davon zu bemerken, liegt es in seiner Verantwortung, etwas dagegen zu tun. Denn das ist Menschlichkeit. So schließt das Buch nicht, so beginnt es. Und das ist schon ein Zeichen.

Unsere Bewertung:

Definitiv sehens- und lesenswert! Vor allem um authentische Einblicke in das Leben von Umwelt-migranten zu gewinnen.