Australien und Ozeanien

© Thomas Kunadt
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Nauru

 

 

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 Kiribati

 

 

Ozeanien – Zerstörte Paradise

Die Staaten Ozeaniens haben meist eine geringe Staatsfläche und trotz einer teils hohen Bevölkerungsdichte auf vielen Inseln machen die Bewohner dieser Region nur einen winzigen Teil der Weltbevölkerung aus.

 

Entsprechend gering ist der Einfluss der Regierungen auf die Weltpolitik. Hinzu kommt die Abgelegenheit der Inseln – insbesondere aus der Sicht der Europäer. Weiterhin sind viele Gebiete in Ozeanien entweder Teile von Staaten wie Frankreich oder Großbritannien bzw. befinden sich aufgrund wirtschaftlicher, gesellschaftlicher, und besonders ökologischer Probleme in großer Abhängigkeit zu Australien und Neuseeland.

 

Noch Anfang der 20. Jahrhunderts hielt der französische Expressionist Paul Gauguin die Heile Welt Ozeaniens in seinen Gemälden fest. Doch innerhalb der letzten 100 Jahre lösten die Industriestaaten durch wirtschaftliche und/oder kriegerische Interessen zahlreiche, teils irreparable Umweltkatastrophen aus. Infolge dieser Zerstörung und Bedrohung einstiger paradiesischer Flecken musste bereits ein großer Teil der einstigen Bevölkerung ihre Heimat verlassen. Die meisten der bisherigen Flüchtlinge leben überwiegend in Australien und Neuseeland. Dort haben sie meist große Schwierigkeiten sich wirtschaftlich und sozial zu integrieren und leben nicht selten am Rande der Gesellschaft.

Die Emigration der Menschen in Ozeanien ist im Wesentlichen auf drei Umweltprobleme zurückzuführen:

  • Anstieg des weltweiten Meeresspiegels infolge der Globalen Erwärmung: Der ungebremste CO2-Ausstoß weltweit bedeutet für viele ozeanische Staaten wortwörtlich den Untergang.
  • Die Folgen jahrzehntelanger Atomwaffentests. Hier wurde meist nach dem Prinzip „aus den Augen – aus dem Sinn“ von den Großmächten  Massenvernichtungswaffen gezündet. Die Verseuchungen werden hier noch lange nachwirken.
  • Die ungebremste Ausbeutung von Rohstoffen – Beispielsweise der Phosphatabbau auf Nauru.

(cmh, 01.07.2012)

 


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